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SCHÜLER DER IGS NEUWIED SCHREIBEN EIGENES THEATERSTÜCK: „UNDERDOGS“

von Matthias Arnold, 29.06.2019, 19:54 Uhr

Aline steht vor dem Fenster von Alex, ihrem Geliebten

Kann ich selbst entscheiden wen ich lieben will – oder bestimmen das meine Eltern?
Hat da meine Peergroup mitzureden?
Zu diesem lebensnahen Thema verfassten Schüler und Schülerinnen der 8. Klasse unter der Leitung von Thilo Moeck (Theater & Co) und der Schulsozialarbeiterin Frau Rebecca Achilles ein selbst geschriebenes Theaterstück, das der Initiative „Schule gegen Rassismus-Schule mit Courage“ alle Ehre macht.

Fortsetzung:

„Was heißt hier Liebe? - Ich muss die Ehre meiner Familie schützen.“
Aline, ein Mädchen aus konservativ-türkischem Milieu, soll gemäß der Tradition an einen von den Eltern ausgesuchten Jungen türkischer Herkunft, Cham, verheiratet werden. Doch sie liebt einen deutschen Jungen: Alex.
Aline will sich für ihre Liebesbeziehung an der romantischen Idee individueller Freiheit orientieren und nicht an den kollektiven Vorgaben der Tradition und der Familie.
Doch sie hat Angst. Angst vor ihrem Bruder, Angst vor der Familie.
Auch Alines Bruder hat Angst. Angst, dass seine Schwester ihre Ehre verliert.
„Wenn dieses deutsche Weichei meine Schwester entjungfert, meinst du die Familie von Cham akzeptiert sie dann noch?“
Um den Konflikt auf die Spitze zu treiben, ist die Schwester von Alex in der Neonaziszene aktiv. Bei einer geplanten Flucht des Pärchens kommt es zum Showdown:
Plötzlich ist eine Pistole da. Ein Schuss fällt.

Finanziert wurde das im Rahmen der schulischen Gewaltprävention entstandene Stück vom Stadtjugendamt Neuwied in Kooperation mit dem Landesjugendamt RPL, dem Förderverein der Schule und dem Lions Club Neuwied.
Frau Walkenbach, Leiterin der 7. Und 8. Klassenstufe, sprach allen Unterstützern und der Schauspielertruppe ihren herzlichen Dank aus und betonte: „Wir freuen uns schon auf das Theaterstück im neuen Schuljahr!“

„Respekt! Die Kinder haben Großartiges geleistet!“, lobte Horst-Peter Robiller, der Beauftragte für Kinder- und Jugendschutz der Stadt Neuwied die Schüler und gab die Zusage: „Die Stadt Neuwied wird das Theaterprojekt weiter fördern!“ „Klasse, weiter so!“ pflichtete ihm auch Justin Janorschke, Regionalkoordinator von „Schule gegen Rassismus“ der Landeszentrale für Politische Bildung bei: „Das Modellprojekt der IGS Johanna Loewenherz ist ein Vorbild für ganz Rheinland-Pfalz.“